Tag 4

Guten Abend liebe Leserschaft,
wir schreiben den dritten Tag auf der Insel, die von einer Frau regiert wird.
Der heutige Tag war ganz im Zeichen des Kreisels, wir haben gefühlt eine Millionen Kreisel im Laufe des Tages durchfahren.
Nach einem durchaus gelungenen Frühstück, welches uns von einer sehr bemühten älteren Frau serviert wurde, starteten wir gegen 9.30 Uhr auf die heutige Tour.
Zunächst fuhren wir wieder durch viele grüne "Tunnel" von unserer Unterkunft in Crawley in Richtung Billingshurst. Die Strecke war wunderbar durch eine sehr schöne Landschaft, schmale Strassen, genau das, was das Motorradfahrerherz begehrt.
Weiter ging die Fahrt nach Midhurst, hier war die Gegend mindestens genauso schön wie die Strecke davor. Es war so schön, dass wir zunächst in die falsche Richtung fuhren, um nach ca. 15 km umzudrehen und die Strecke nochmals zu fahren. Alles in allem war das aber völlig in Ordnung, da die Strecke wirklich schön war. Weiter ging es dann Richtung Küste, mit dem Zwischenziel Chichester. Auch diese Strecke war (zunächst) traumhaft. Wir passierten zunächst die Rennstrecke von Good Wood. Eine wirklich alte, englische Rennstrecke wo noch heute , Oldtimerrennen ausgetragen werden. Zwei Kurven später waren wir plötzlich vor dem riesigen Betriebsgelände von Rolls Royce. Zwei sehr beeindruckende Stationen entlang der Strecke, leider haben wir zu spät reagiert, um Bilder zu machen. Kurz vor Chichester wechselten wir auf eine "Schnellstrasse", ausser den schon weiter oben erwähnten Kreiseln, die auf einer Schnellstrasse absolut für Chaos sorgen, wurde die Mittelleitplanke durch irgendjemanden kaputt gefahren. Diesem Umstand verdankten wir, dass die zweispurige Strasse sich auf eine Spur reduzierte. Solche Situationen in der Feierabendzeit führen dann dazu, dass man schnell mal 40 Minuten im Stau steht.
Irgendwann war auch dieser Misstand beseitigt und wir rollten langsam weiter über Chichester bis Portsmouth, wo wir die Fähre von der Insel auf eine andere Insel (Isle of Wight) genommen haben.
Die Überfahrt war sehr schön und das Wetter genial. Auf der kleinen Insel angekommen, machten wir uns auf den Weg nach Sandown. Dort war das Hotel für heute ausgesucht. Das Hotel stellte sich als einfach aber sauber und günstig dar, also alles gut. Ein Vorteil war der Strand, der 50 Meter gegenüber unseres Hotels ist und von einem fantastischem Irish Pub, wo wir sehr lecker zu Abend gegessen haben. Nun sitzen wir bei einer Dose Bier und einem Whisky aus dem Plastikbecher bei den beiden Schweizern auf dem Zimmer. Ich schreibe den Tagesbericht und Daniel erzählt davon, dass er eine App hat, mit der er sein Auto "fernsteuern" kann. Insbesondere funktioniert das sehr gut, indem man beispielsweise eine Onlinebestellung bei einem Supermarkt aufgibt. Die melden sich, wenn sie mit den Sachen hinter dem Auto stehen und durch Knopfdruck kann man dann den Kofferraum öffnen und sich die bestellte Ware in den Kofferraum stellen lassen. Sachen gibt es auf dieser Welt.
Ich verabschiede mich jetzt zu meinem Bier, welches ich selber zum Mund führen muss und verbleibe bis morgen.
Euer
H.